Leber-Qigong: Mitmach-Video

Kopfschmerzen, Migräne, Reizbarkeit, steife Gelenke, PMS und Frühjahrsmüdigkeit: All das sind laut TCM Zeichen einer Leber-Qi-Dysbalance.
Und wie hilft hier Leber-Qigong
Das erfährst du in diesem Artikel.

 

Leber-Qigong: Die Lebensenergie fließen lassen

Die Leber gilt in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) als das Organ, das den freien Energie-Fluss anregt: Sie sorgt dafür, dass die Lebensenergie, Qi, ungehindert durch den Körper strömt, sie speichert das Blut und beeinflusst Emotionen wie Ärger, Wut, Frustration, Gereiztheit und innere Anspannung. Die Leber steht laut TCM in enger Verbindung mit den Sehnen, den Augen und unserer Fähigkeit, klar zu planen und Entscheidungen zu treffen.

Leber-Qigong ist eine spezielle Form des Qigong, die darauf abzielt, das Leber-Qi zu harmonisieren, gestaute Energie in Bewegung zu bringen und emotionale Ausgeglichenheit zu fördern.

In diesem Artikel erfährst du, was Leber-Qigong ist, wie es laut TCM wirkt und welche Übungen du gezielt einsetzen kannst, um Spannungen zu lösen, deine Beweglichkeit zu unterstützen und deine Kreativität zu wecken. 


Was ist Leber-Qigong?

Leber-Qigong ist laut TCM darauf ausgerichtet, die Energie der Leber zu harmonisieren und den freien Qi-Fluss zu unterstützen.

Laut TCM gehört die Leber zum Element Holz. Dieses steht für Wachstum, Entwicklung, Kreativität und Neubeginn. So wie ein Baum im Frühling nach oben strebt, symbolisiert das Holz-Element Dynamik und Entfaltung.

Die Leber speichert laut TCM das Blut, reguliert die Verteilung des Qi, der Lebenskraft und beeinflusst Sehnen, Augen sowie die emotionale Flexibilität.

Durch regelmäßige Leber-Qigong-Übungen können Stagnationen im Leber-Meridian gelöst, der Energiefluss harmonisiert und das innere Gleichgewicht gestärkt werden.


Warum ist Leber-Qigong laut TCM so wichtig?

Die Leber hat laut TCM die Aufgabe, für einen freien Energiefluss zu sorgen.

Wenn das Leber-Qi harmonisch fließt, fühlen wir uns gesund, klar, entscheidungsfähig und innerlich beweglich. Gerät es ins Stocken, können Schmerzen, Reizbarkeit, Menstruationsbeschwerden oder muskuläre Verspannungen entstehen.

Leber-Qigong unterstützt laut TCM:

  • den freien Qi-Fluss

  • die emotionale Ausgeglichenheit

  • die Entspannung der Sehnen und Muskulatur

  • die Sehkraft

 

Leber-Qigong in der Natur
Leber-Qigong bringt die Energie ins Fließen

 

Leber-Qigong in im Freien erfrischt und belebt.


Vorteile von Leber-Qigong laut TCM im Überblick

  • Förderung des freien Qi-Flusses
  • Linderung von Schmerzen
  • Unterstützung bei Spannungszuständen
  • Regulation emotionaler Anspannung
  • Stärkung von Beweglichkeit und Flexibilität
  • Unterstützung des Zyklus bei Frauen
  • Förderung des Muts und der Planungskraft

  •  


Leber-Qigong-Übungen: So startest du

Ganz oben findest du ein Mitmach-Video mit Leber-Qigong. 

Du liest lieber?

Dann hier entlang!

Hier sind drei einfache Leber-Übungen für den Alltag.


Leber-Qigong für den Morgen: Weit werden

Diese Übung unterstützt laut TCM den freien Fluss des Leber-Qi und erfrischt.

Ausführung:

Du stehst aufrecht, die Füße hüftbreit.
Beim Einatmen hebst du die Arme zur Seite und öffnest deinen Brustraum.
Beim Ausatmen lasst du die Arme sinken mit dem Bild, dass Altes abfließen darf und Raum für Neues entsteht. 
3-mal wiederholen, oder so oft es sich gerade stimmig anfühlt.


Leber-Qigong für Mittag: Spirale für den Qi-Fluss

Drehbewegungen im Rücken unterstützen laut TCM die Lösung von Stagnationen.

Ausführung:

Du stehst in der Qigong-Grundhaltung: aufrecht, im Lot.
Du drehst den Oberkörper sanft von rechts nach links, die Arme schwingen locker mit.
Die Bewegung darf weich und rhythmisch sein.
Dabei ruhig und intuitiv durch die Nase ein- und ausatmen. 
3-mal wiederholen, oder so oft es sich gerade stimmig anfühlt.


Leber-Qigong für den Abend: Die Gefühle beruhigen

Diese Übung hilft laut TCM, angestaute Emotionen sanft zu regulieren.

Ausführung:

Du sitzt aufrecht und entspannt auf einem Stuhl oder Meditationskissen.
Du legst eine Hand auf den rechten Rippenbogen (Leberregion).
Du atmest genussvoll über die Nase ein und aus.
Vorstellung:
Beim Ausatmen löst sich Altes.
Beim Einatmen strömt sanfte reinigende Energie zu dir. 
Du kannst diese Leber-Meditation 3 Minuten ausführen oder solange sie dir gerade guttut. 


Warum diese Leber-Qigong-Übungen?

Die morgendliche Übung erfrischt und weckt die Lebenskraft. Die mittägliche Übung löst Blockaden und unterstützt so laut TCM die Verdauung. Die abendliche Übung unterstützt die emotionale Reinigung, um belastende Gefühlt loszulassen und entspannt einzuschlafen. Jede dieser Übungen ist laut TCM speziell darauf abgestimmt, die Funktionen der Leber zu stärken und die Balance von Yin und Yang zu fördern.


Für wen ist Leber-Qigong geeignet?

Leber-Qigong ist für Menschen jeden Alters geeignet. Besonders hilfreich kann es laut TCM sein bei:

  • Menschen mit Verspannungen im Nacken- und Schulterbereich
  • Menschen, die unter Schmerzen leiden,
  • Frauen mit Zyklusbeschwerden
  • Personen mit innerer Anspannung oder Reizbarkeit
  • Menschen, die mehr Klarheit und Entscheidungsfähigkeit entwickeln möchten


Leber-Qigong in der TCM

Die Leber gehört zum Holz-Element und steht in enger Verbindung mit der Gallenblase. Gemeinsam bilden sie das energetische System des Holz-Elements.

Typische Zuordnungen der Leber laut TCM:

Körpergewebe: Sehnen
Öffner: Augen
Geschmack: Sauer
Emotion: Wut 
Jahreszeit: Frühling


TCM-Zuordnungen des Leber-Funktionskreises

1. Körpergewebe: Sehnen

Die Leber kontrolliert laut TCM die Sehnen und beeinflusst die Beweglichkeit des Körpers.

Ein harmonisches Leber-Qi unterstützt Beweglichkeit, Elastizität und Flexibilität. Stagnationen können sich in Schmerzen, Verspannungen oder Steifheit äußern.


2. Öffner: Die Augen

Die Leber „öffnet“ sich zu den Augen.

Ein ausgeglichenes Leber-Qi zeigt sich laut TCM in klarer Sicht. Spannungen im Leber-Funktionskreis können sich in trockenen oder müden Augen äußern.


3. Geschmack: Sauer

Der saure Geschmack wird dem Holz-Element zugeordnet. In Maßen genossen kann er laut TCM das Leber-Qi unterstützen, im Übermaß jedoch schädigend wirken.


4. Emotion: Wut

Die Leber ist mit den Emotionen Wut, Ärger und Zorn verbunden.

Ein freier Qi-Fluss hilft uns, diese Emotionen wahrzunehmen, auf gesunde Art auszudrucken und auch wieder zeihen zu lassen. Leber-Qi-Stagnation kann sich als Frustration oder Gereiztheit zeigen.


5. Jahreszeit: Frühling

Der Frühling ist die Zeit des Neubeginns und gehört zum Holz-Element.

Diese Phase eignet sich laut TCM besonders gut, um Neues zu beginnen, Bewegung in den Alltag zu bringen und Leber-Qigong zu praktizieren.


Pflege der Leber im Frühling

Frische, leichte Ernährung: Grünes Gemüse, Sprossen, Kräuter und leicht säuerliche Speisen unterstützen laut TCM das Holz-Element und fördern den freien Qi-Fluss.

Bewegung und Weite: Spaziergänge im Grünen, sanfte Drehbewegungen und regelmäßiges Leber-Qigong helfen, gestaute Energie in Bewegung zu bringen.

Emotionale Klärung: Bewusste Pausen, Atemübungen und Raum für Kreativität können laut TCM dabei unterstützen, Frustration zu regulieren und innere Klarheit zu fördern.

  •  


Die Rolle des Leber-Funktionskreises im Alltag

Der Leber-Funktionskreis spielt eine zentrale Rolle für den harmonischen Fluss von Qi und Blut im Körper. Laut TCM unterstützt ein ausgeglichenes Leber-Qi die innere Beweglichkeit und die Balance zwischen Aktivität und Ruhe.

Die TCM empfiehlt, den Leber-Funktionskreis durch gezielte Übungen wie Leber-Qigong, regelmäßige Bewegung und eine frische, maßvoll säuerliche Ernährung zu pflegen. Ebenso gilt es, anhaltende emotionale Anspannung bewusst zu regulieren, da sie den Qi-Fluss beeinträchtigen kann. Ein achtsamer Lebensstil mit Raum für Entwicklung und bewussten Pausen stärkt laut TCM Klarheit, Entscheidungsfähigkeit und innere Stabilität.


Der Leber-Funktionskreis und die zugehörigen Meridiane

Die Leber steht in engem Zusammenhang mit der Gallenblase. Zusammen bilden sie das energetische System des Holz-Elements und unterstützen Beweglichkeit und Entwicklung.

  •  

Der Leber-Meridian (Yin-Meridian): Verlauf und Bedeutung

Der Leber-Meridian verläuft von der Innenseite des großen Zehs über die Innenseite des Beins nach oben in den Unterbauch und verbindet sich mit Leber und Gallenblase.

Wirkung laut TCM:

Förderung des freien Qi-Flusses
Unterstützung des Blutflusses
Harmonisierung emotionaler Spannungen

Der Gallenblasen-Meridian (Yang-Meridian): Verlauf und Bedeutung

Der Meridian verläuft seitlich am Körper entlang – vom Kopf über die Flanken bis zum Fuß.

Wirkung laut TCM:

Unterstützung klarer Entscheidungen
Regulation von Spannung im seitlichen Körperbereich
Förderung von Mut und Initiative


Zusammenarbeit der Meridiane

Leber und Gallenblase arbeiten als Yin-Yang-Partner zusammen. Während die Leber für den freien Qi-Fluss sorgt, unterstützt die Gallenblase die Umsetzung von Entscheidungen


Pflege der Leber im Alltag laut TCM

  • Bewegung im Freien
  • Große Kreisbewegungen der Arme im Qigong
  • Bewusste Regulierung von Stress
  • Leicht saure, frische Lebensmittel in Maßen
  • Kreativer Ausdruck

  •  


Zusammenfassung: Warum Leber-Qigong praktizieren?

Leber-Qigong unterstützt laut TCM den freien Fluss des Qi, fördert emotionale Ausgeglichenheit und hilft, Spannungen sanft zu regulieren.

Durch regelmäßiges Üben kann mehr Beweglichkeit, Klarheit und Lebendigkeit entstehen.

Möchtest du an einem Qigong-Kurs teilnehmen? Im Qigong/TCM-Basistag erlernst du die Grundlagen.

In der Qigong Akademie Cooper kannst du Qigong in die Tiefe gehend erlernen – etwa in der Qigong-Ausbildung.

Oder du beginnst mit dem kostenlosen Qigong-Einstiegskurs?

So oder so, ich hoffe, Qigong schenkt dir jede Menge frische Lebenskraft!

Alles Liebe

Deine Angela

Bild von  Die Autorin

Die Autorin

Angela Cooper ist MBA für Gesundheits- und Sozialmanagement,
zertifizierte IQTÖ-Qigong-Ausbilderin, Diplom-Entspannungstrainerin,
Diplom-TCM-Energetikerin, Diplom-Tanzpädagogin, diplomierte
psychologische Beraterin und Leiterin der Qigong Akademie Cooper.

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